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Spargel-Knigge: So isst man Spargel richtig

Wenn der Spargel „quietscht“, ist er frisch.

Er ist gesund und schmeckt besonders fein, der Spargel. Wie aber isst man das langstielige Gemüse, ohne sich zu blamieren? Knigge2day hat Tipps, Tricks und Infos rund um den Spargel für Sie zusammengefasst.

Ob am Markt, in Supermärkten oder in Restaurants – es ist wieder Spargelzeit. Weißlich bis grünlich leuchten uns die langen Stiele aus den Regalen und von den Tellern entgegen. Weißer Spargel wird gestochen, während sich die Stängel noch unter der Erde befinden. Grüner Spargel wiederum darf das Tageslicht erblicken und wird oberirdisch geerntet. Will man Spargel selber kochen, tun sich bereits beim Kauf die ersten Hürden auf. Wie erkenne ich, ob das Gemüse auch frisch ist? Zwei Merkmale sind dabei zu beachten: Die Spitzen sollten fest verschlossen und nicht ausgetrocknet sein. Ein weiteres Indiz der Frische ist, wenn bei leichtem Zusammendrücken der Spargelenden (Schnittstellen) etwas Feuchtigkeit austritt. Profis empfehlen außerdem, vor dem Kauf zwei Spargel aneinander zu reiben. Erklingt ein heller bzw. quietschender Ton, kommt das Gemüse frisch vom Feld.

Während beim grünen Spargel nur das untere Drittel geschält wird, muss der weiße Spargel unterhalb des Kopfes gänzlich geschält werden. Neben Sparschälern eignen sich hierfür auch spezielle Spargelschäler, die das Gemüse während des Schälens vor dem Abbrechen bewahren. Serviert wird der fertige Spargel idealerweise auf einem Spargelteller oder einer Platte mit Rillen, und zwar mithilfe einer Spargelzange. Diese lässt überschüssiges Kochwasser abtropfen und sorgt mit der gewellten Oberseite für idealen Halt.

                                   

Messer und Gabel, mehr braucht man heutzutage nicht mehr, um beim Spargelessen in kein Fettnäpfchen zu tappen. Mittlerweile hat es sich nämlich etabliert, das Gemüse einfach zu schneiden und mit der Gabel zum Mund zu führen. Wichtig dabei ist nur eines: Immer bei der Spitze beginnen! Früher kamen oft Spargelzangen zum Einsatz, womit der Spargel mit dem Kopf voraus zum Mund geführt, ein Stück abgebissen und wieder abgelegt wurde. Wegen der hohen Kleckergefahr wurden Servietten mit Ketten verwendet. Einige Generationen weiter zurück aß man die langen Stiele mit Händen, da die Inhaltsstoffe des Spargels das Besteck rosten ließen. Anschließend wurden kleine Wasserschälchen und Zitronenscheiben zur Reinigung gereicht.

Ein Blick zurück verrät uns, dass bereits die Griechen den Spargel („asparagos“ bedeutet „Stiel“ oder „junger Trieb“) zu schätzen wussten. Auch seine Heilwirkung, die von der Linderung von Zahnschmerzen bis hin zur Beruhigung von Bienenstichen reichte, verhalf dem Spargel zu Ruhm. Erstmals als Gemüse kultiviert wurde der Spargel von den Römern, wie detaillierte Aufzeichnungen von damals zeigen.

Unser Tipp: Für begeisterte Spargelesser lohnt sich unter Umständen die Anschaffung eines Spargeltellers mit entsprechenden Rillen. Auf diese Weise bleibt das Gemüse, wo es hingehört, und lässt sich auch leichter zerteilen.