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Thailand - Im Land des Lächelns

Das Urlauberparadies Thailand hält an seinen Traditionen fest.

Wenn man bei dem Anblick von Reiseprospekten und Urlaubsbildern schnell den Eindruck gewinnt, man müsse sich in Thailand nicht großartig mit dem Thema Knigge auseinander setzen, so täuscht dies. Von einigen Touristenhochburgen abgesehen ist das offene, sympathische Land durchaus konservativ ausgerichtet. Und ein Faux-pas kann mitunter ernste Folgen haben.

Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie, der König sowie seine Familie gelten praktisch als heilig. Dies bedeutet nicht nur, respektvoll von der royalen Familie zu sprechen. Auch Bilder des Königs sind mit Respekt zu behandeln. Es ist gesetzlich verboten, auf Geld zu treten, da die thailändischen Geldscheine und -münzen ein Abbild des Königs zeigen. Und dieses Gesetz wird von der Polizei auch durchaus vollzogen. Zwei bis drei Mal täglich wird die Nationalhymne oder die Hymne des Königs an öffentlichen Plätzen (zB Bahnhof, Kino) gespielt. Am besten erhebt man sich und steht währenddessen, um seinen Respekt auszudrücken.

Thais sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und gute Laune. Man begrüßt sich per Wai. Dazu legt man die Handflächen gebetsartig aneinander, hebt sie auf Mundhöhe und deutet eine leichte Verbeugung an. Eine solche Begrüßung sollten sie immer erwidern, außer jene von Kindern oder dem Servicepersonal. In Thailand ist vor allem eines unumgänglich - Smalltalk. Mit Freude wird man von Fremden ausgefragt, sei es über Personenstand, Familie oder Gehalt. Sollte Ihnen eine Frage zu persönlich erscheinen, lenken Sie das Gespräch höflich in eine andere Richtung. Ein paar holprige Thai-Worte reichen oft, um euphorisch als Sprachgenie identifiziert zu werden und Ihr Gegenüber zum Strahlen zu bringen.  

Generell ist es in Asien empfehlenswert, auch in der schwierigsten Situation ruhig und zurückhaltend zu bleiben. Dramatische Gefühlsausbrüche und cholerisches Schimpfen führen nicht nur zum Gesichtsverlust sondern können einen kleinen Volksauflauf generieren. Daher das Credo: Ruhe bewahren und immer lächeln. Ein unverblümtes Nein wird als unhöflich wahrgenommen, vertrösten Sie lieber auf „später“ oder „vielleicht“. Ja zu sagen ist in Thailand hingegen kein Problem - nur versteht man dies dort eher als unverbindlich, also Vorsicht bei Verhandlungen!

Füße gelten als schmutzig, da sie die Verbindung zum Boden sind. Deuten Sie daher niemals mit den Füßen auf etwas und trotz Bequemlichkeiten sollten die Füße nicht auf Sitzflächen etc. gehoben werden. Da die Armut teilweise sehr präsent ist, achten Sie auch auf am Boden liegende Menschen. Umgehen Sie diese, denn auch ein Darübersteigen wird als grobe Beleidigung gewertet. Auch der Kontakt mit der linken Hand wird gemieden, ist sie doch die sogenannte „Toilettenhand“. Bei Körperkontakt sowie beim Essen sollten Sie daher immer vornehmlich die rechte Hand benutzen. Im Gegensatz dazu ist der Kopf heilig und sollte nicht ungefragt berührt werden. Beim Betreten eines Hauses oder Tempels hat man seine Schuhe abzulegen. Sind Sie in ein Haus eingeladen, berühren Sie beim Betreten nicht die Türschwelle, dies verheißt Unglück. Als Mitbringsel eignen sich kleine Präsente, niemals aber Blumen oder Gegenstände in den Unglücksfarben Weiß oder Schwarz.

Ihre Bekleidung ist äußerst wichtig, da sie den Einheimischen dazu dient, Ihren sozialen Status festzustellen. Auch wenn Ihnen viele Touristen in Shorts und Minirock begegnen, außerhalb der Touristenhochburgen sollten man stets ordentlich und konservativ gekleidet auftreten! Freizügigkeit oder öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung können Sie schnell in eine prekäre Situation bringen. Ein harmloser Flirt kann allzu leicht als Heiratsinteresse interpretiert werden, vor allem in den ländlichen Gegenden Thailands.  

Geschäftsbeziehungen aufzubauen ist eine Frage der Geduld. Bevor man mit jemanden ins Geschäft kommt, muss eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen werden. Am besten meistern Sie dies, indem Sie sich von renommierten Unternehmen oder anerkannten Mitarbeitern bekannt machen lassen.

Unser Tipp: Frauen ist es nicht gestatten, neben Mönchen beziehungsweise deren Hab und Gut zu sitzen oder diese gar zu berühren. Halten Sie also vor allem in Bussen genügend Abstand und nehmen Sie nicht in der letzten Reihe Platz - diese ist ausschließlich für Mönche reserviert.