Fragen Sie unsere Experten!

Sie haben Fragen oder wollen beraten sein? Schreiben Sie uns!

zum Postfach

Gute Manieren mit an Board

Eine Seefahrt, die ist lustig …

Das Reisen zu Wasser ist en vogue.
À la „Traumschiff“ über die Weltmeere zu schippern, lockt viele Mutige tage-, wenn nicht gar wochenlang auf hohe See. Neulingen tun sich dabei im Vorfeld viele Fragen auf. Welche Regeln das Leben auf den Luxuslinern von seinen Gästen abverlangt, hat knigge2day für Sie zusammengefasst.

Die richtige Kleidung
Luxuriöse Kreuzfahrtschiffe stellen durchaus auch Ansprüche an die Reisenden. Ein Koffer voll „guter“ Kleidung kann da nicht schaden. Bereits beim Frühstück sind statt Shorts und Pareos lange Stoffhosen und T-Shirts (ohne Aufdruck) sowie Rock und Bluse oder Sommerkleid gefragt. Von elegant-casual (Freizeithose, Pullover, Hemd und Jackett für Männer, Rock oder Hose mit Bluse für die Damen) über semi-formal (Jackett und Krawatte für die Herren, Cocktailkleid oder Kostüm für Damen) bis hin zu formal (Smoking bzw. Abendkleid) spannt sich der Modereigen über den Tag. Das Gute dabei: Der Tagesplan am Schwarzen Brett gibt Auskunft über die gewünschte Etikette und macht den Griff zum richtigen Outfit um einiges leichter. Tipp: Es gibt auch Kreuzfahrtschiffe, auf denen weniger Wert auf die passende Kleidung gelegt wird. Informieren Sie sich am besten vor dem Buchen!

Sind Sie mit dem Service an Bord besonders zufrieden, zögern Sie nicht, Ihrer Zufriedenheit mit Trinkgeld Ausdruck zu verleihen. Am besten warten Sie nicht zu lange (nach der Hälfte der Reise), damit Sie selber noch mehr davon haben. Grundsätzlich ist das Trinkgeld aber bereits im Preis enthalten, es muss also nicht sein. Bitte immer in bar übergeben und nicht von der Karte abziehen lassen!

Luxusliner mit strengen Kleidervorschriften haben meist auch ein sogenanntes „gesetztes Abendessen“. Ihre Plätze werden Ihnen dabei je nach Kabinenklasse zugewiesen. Bei Frühstück und Mittagessen herrscht aber freie Platzwahl. Wenn Sie auf einem Schiff mit erster und zweiter Klasse sind, gibt es auch getrennte Restaurants. Fragen Sie Ihren Stewart, welchem Sie zugeteilt sind, um peinliche Auftritte zu vermeiden. Bei Tisch ist mit den Nachbarn höfliche Konversation angesagt. Sollten Sie mit Ihren Tischnachbarn gar nicht zurechtkommen, sprechen Sie mit dem Personal. Abhilfe ist Ihnen sicher.

Die Bordkarte sollte Ihnen heilig sein.
Sie bringt Sie nach Landausflügen nicht nur wieder zurück an Bord, sondern dient als Passersatz. Dieser wird, um Formalitäten zu erleichtern, nämlich vor der Abreise eingezogen. Tipp: Ausflüge buchen Sie meist vor Antreten der Reise um einiges günstiger als an Bord. Gleich zu Beginn der Reise werden Sie in den Genuss einer Seenotrettungsübung kommen – ein Muss, das sie als tolle Möglichkeit sehen sollten, Ihre Mitreisenden kennenzulernen. Eine Teilnahme zu verweigern wäre unkollegial und bei einem Ernstfall auch durchaus gefährlich. Gefährlich ist an Board übrigens auch das Tragen von High Heels. Teils schwankende oder nasse Böden könnten leicht zu „Frau über Bord“-Rufen führen. Sollten Sie alleine reisen, seien Sie nicht beleidigt, wenn Sie zu Singletreffen eingeladen werden. Das dient nur dem Kennenlernen von Mitreisenden und keinen Verkuppelungszwecken. Mehrere Liegen mit einem Handtuch zu reservieren schickt sich übrigens auch auf einem Schiff nicht, ebenso wenig ein Sonnenbad „oben ohne“. Wovon noch abgeraten wird: Schauergeschichten à la Titanic und anderen Piratendramen zu erzählen.

Unser Tipp: Weiße Leinenhosen oder Kleider sind für eine Kreuzfahrt zwar durchaus passend. Besuchen Sie damit aber niemals das Heck des Schiffes. Russpartikel aus dem Schornstein würden schnell für eine unschöne Musterung sorgen.