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Der korrekte Handkuss

Kavaliere wissen, wie ein Handkuss richtig durchgeführt wird.

Ein Handkuss, perfekt ausgeführt, ist ein Signal mit einer ganz speziellen Bedeutung. Es zeigt, dass ein Gentleman einer Dame besondere Wertschätzung entgegenbringt.

Die Ausführung will gelernt sein, geht es dabei doch um die hohe Kunst der Andeutung: Die Verbeugung wird ebenso nur angedeutet wie der eigentliche „Kuss“. Reicht die Dame ihre Hand zum Gruß, kann der Herr statt dem gewöhnlichen Händedruck die gereichte Hand auf Brusthöhe führen und mit einer leichten Verbeugung den Handkuss andeuten. Dabei sollten seine Lippen den Handrücken der Dame niemals berühren. Es gilt, den Handkuss lautlos und vor allem ohne (Kuss-)Geräusche vorzunehmen, auch das Gespräch pausiert währenddessen. Unerlässlich ist die Kunst des Handkusses am Wiener Opernball, wo Damen grundsätzlich auf diese Art begrüßt werden. Die Dame kann sich natürlich auch dem Kuss verweigern, indem sie das Anheben der Hand nicht zulässt. Dies ist zu respektieren und der Herr muss mit einem normalen Handschlag vorlieb nehmen.

Davon zu unterscheiden ist der Handkuss gegenüber besonderen Würdenträgern. Dieser Vorgang ist zwar nicht obligatorisch, aber durchaus noch üblich, besonders bei Begegnungen mit Monarchen oder christlichen Würdenträgern. Bei letzteren wird kein Handkuss angedeutet, sondern der Siegelring auf der rechten Hand geküsst.

Ein tatsächlicher Kuss kann als Liebeserklärung gewertet werden oder – in sehr traditionellen Gesellschaften – sogar als Heiratsantrag.

Eine weitere Möglichkeit der Ehrerbietung ist die Grußformel „Küss die Hand“. Sie tritt anstelle des Handkusses und ist diesem in der Bedeutung gleichzusetzen.

Unser Tipp: Ein Handkuss erfordert Übung. Wenden Sie ihn nur an, wenn Sie sich dabei sicher fühlen!