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Wie Sie eine Weihnachtsfeier mit Bravour überstehen

Genießen Sie ein schönes Fest mit KollegInnen.

Die einen können sie kaum erwarten, die anderen fürchten sich schon Wochen davor vor ihr: Die Rede ist von der Weihnachtsfeier in der Firma. Warum nur, fragt sich knigge2day, wo es doch einfach nur gilt, den guten alten Hausverstand einzusetzen.

Muss ich überhaupt zur alljährlichen Weihnachtsfeier in meiner Firma gehen, fragt sich so manch einer. Ein klares Ja, beantwortet die Frage, wenn die Weihnachtsfeier während der Arbeitszeit stattfindet. Die einzige Möglichkeit sich hier davonzustehlen, wäre tatsächlich zu arbeiten. Findet die Feier hingegen außerhalb der regulären Arbeitszeit statt, haben Sie die Wahl. Diese sollte dennoch pro Feier ausfallen. Ein Fernbleiben würde nämlich daraufhin deuten, dass es Ihnen Ihre Arbeitskollegen nicht wert sind, Ihre Freizeit mit ihnen zu verbringen. Ansonsten bitte eine wirklich gute Ausrede einfallen lassen!

Ist der Beschluss hinzugehen einmal gefasst, stellt sich die Frage, was anziehen? Die Antwort hängt vom Programm bzw. von der Örtlichkeit, an der gefeiert wird, ab. Der Besuch eines Adventmarktes etwa lässt durchaus lässigere, aber unbedingt wetterfeste, Kleidung zu. Ein feines Restaurant hingegen spricht für elegante Abendmode. Das berühmt-berüchtigte kleine Schwarze passt immer. Als Frau sollte man aber unbedingt aufpassen, dass das Outfit nicht zu sexy wirkt.

Schlacht am Buffet vermeiden
Mit dem ersten Glas Wein wird erst nach der Ansprache gestartet und auch nur dann, wenn der Chef persönlich oder der Ranghöchste am Tisch das Zeichen dazu geben, zum Beispiel indem diese einen Trinkspruch ausbringen. Wasser darf natürlich jederzeit konsumiert werden. Für die „Schlacht am Buffet“ gilt dasselbe: Bitte nicht aus eigenen Stücken eröffnen. Ist es dann soweit, schickt es sich eher, den Weg zum Buffet öfter, aber dafür mit kleinen Portionen am Teller einzuschlagen. Darf à la carte bestellt werden, strapazieren Sie bitte das Wohlwollen Ihres Arbeitgebers nicht über, indem Sie ausschließlich die teuersten Speisen ordern.

Mittlerweile kaum mehr ein Problem stellt eine Lebensmittelunverträglichkeit oder der Verzicht auf Fleisch oder andere Speisen dar. Meist dürfen die Mitarbeiter im Vorhinein ein Menü auswählen. Sollten Sie dennoch etwas Falsches serviert bekommen, machen Sie kein großes Aufsehen darum und lassen Sie das Essen einfach unberührt stehen.

Ihr Tischnachbar ist ein Langweiler, das ist natürlich ungut, leider müssen Sie da aber durch. Zumindest bis das Essen offiziell vorbei ist, würde ein Platzwechsel mit Sicherheit für Gerede sorgen. Danach ist es sogar oftmals der Wunsch der Geschäftsführung, dass sich etwa die Abteilungen durchmischen und beim gepflegten Smalltalk besser kennenlernen. Dazu sind Weihnachtsfeiern schließlich da.

Topthemen sind die Feier selbst – Seitenhiebe auf mögliche knauserige Chefs, zu kleine Geschenke oder schlechte Essen ausgenommen – sowie das Wetter, Hobbys, aber durchaus auch tagesaktuelle Themen aus aller Welt. Ein absolutes No-Go sind Seitenhiebe auf an- und abwesende Kollegen, sowie Gehaltsverhandlungen.

Achtung vor dem Alkohol
Bei fast jeder Weihnachtsfeier trinkt einer über den Durst. Achten Sie darauf, dass nicht Sie es sind! Zu viel Alkohol und seine Auswirkungen hatten schon so manche Kündigung zur Folge. Zurückhaltung ist angebracht. Was aber ist zu tun, wenn der Chef selbst betroffen ist und Ihnen etwa das Du-Wort anbietet? Nehmen Sie es für den Abend lang an. Am nächsten Arbeitstag warten Sie ab, wie er Sie anspricht. Ist er wieder beim „Sie“ angelangt, steigen Sie einfach darauf um. Flirten ist übrigens auch erlaubt, aber in Maßen und nur unter denen, die noch nicht vergeben sind!

Ein Dankeschön für das Fest bei der Verabschiedung freut jeden Chef.

Unser Tipp: Wenn Sie sich tatsächlich ganz daneben benommen haben und andere involviert waren, entschuldigen Sie sich am nächsten Tag bei ihnen. Ansonsten abwarten und Gras über die Sache wachsen lassen!