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Premieren: Mit Maß zum Ziel

Vorhang auf für die festliche Robe.

Premieren, egal ob in der Oper, im Theater oder im Kino, sind ganz besondere festliche Anlässe. Früher einmal war es klar, dass man dafür seine beste Kleidung auspackt. Heutzutage herrscht diesbezüglich vielerorts Nonchalance. Viele haben keine Hemmungen mit Jeans und Rucksack in der Oper aufzutauchen.

In der Mailänder Scala wurde aufgrund der zunehmenden legeren Auftritte  2007 eine Kleiderordnung eingeführt, die sogar auf der Rückseite der Eintrittskarten abgedruckt wird.
Die Ansichten über die möglichen Outfits variieren jedoch – auch in der Fachwelt. Während die einen meinen, Premieren (und auch andere Aufführungen) seien ein gesellschaftliches Ereignis, das (auch) mit eleganter Kleidung gewürdigt werden sollte, stellen andere ausschließlich die künstlerischen Leistungen auf der Bühne in den Mittelpunkt. Was das Publikum trägt ist ihnen einerlei, Hauptsache es kommt überhaupt und zeigt Interesse.

Wir sind der Meinung, dass Premieren, vor allem in der Oper und im Theater, durchaus auch eine kleidertechnische Würdigung verdienen. Während bei den Salzburger oder Bayreuther Festspielen die Kleiderordnung mit Smoking für den Herren und Abendroben für die Damen klar vorgegeben sind, wäre dies bei so manch andere Premiere wohl „overdressed“. Zu Anzug und Kleid bzw. Hosenanzug darf aber durchaus gegriffen werden.

Generell sollten Sie sich immer vor Augen führen in welcher Stadt, sie um welche Jahreszeit, welche Aufführung besuchen. Eine Freiluftaufführung im Sommer lässt Ihnen möglicherweise ein wenig mehr Spielraum, als ein Premierenbesuch im Winter in der Wiener Staatsoper.

Unser Tipp: Fragen Sie doch Bekannte oder Freunde, welche Erfahrungen Sie beim letzten Besuch im entsprechenden Haus gemacht haben. Sollten Sie ganz unsicher sein, lohnt sich auch ein Anruf vor Ort.