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Schuluniformen

Kleidung einheitlich.

Man kennt die Bilder aus amerikanischen Filmen: Bei Abschlussfeiern von Schulen tauchen junge Menschen plötzlich einheitlich gekleidet auf – mit langen Umhängen und seltsam wirkenden Kopfbedeckungen. Mit Folklore hat das nichts zu tun – es ist vielmehr eine gelebte Tradition: nämlich soziale Unterschiede zwischen den Menschen nicht erkennbar zu machen. Was zählt, sind innere Werte, soziales Verhalten und last but not least der Studienerfolg; ein Wetteifern in Designerkleidung mit Labels ist verpönt.

Im angloamerikanischen Raum wird vom Kindergarten bis zu Eliteuniversitäten auf Corporate Identity nach wie vor großer Wert gelegt: Ein wesentliches Identifikationselement sind die Schuluniformen, die sich in Farbe, Muster und Wappen unterscheiden. Die bekannteste und renommierteste Universität der Vereinigten Staaten, Harvard, pflegt die lange Tradition des Academic Dress(code) bis heute. Bei akademischen Feiern herrschen besonders strenge Bekleidungsregeln; je nach akademischem Grad (Bachelor, Master, Doctor) wird in Farbe, Stoffmaterial und sonstigem Beiwerk differenziert. Neuerdings wird für Studenten der Harvard University eine eigene Kollektion, genannt „Harvard Yard“, als Casual Wear angeboten und empfohlen.

Mag für manchen Mitteleuropäer der angloamerikanische Hang zu Einheitskleidung oder großen Roben bei akademischen Feiern lächerlich wirken, so sollte es doch zu denken geben, dass die besten Bildungseinrichtungen dieser Welt (z.B. Eaton, Cambridge, Oxford, Harvard, Yale) an diesen Bekleidungstraditionen festhalten. Wer von Kindesbeinen auf Bekleidungsdisziplin trainiert, kann ein Leben lang davon profitieren.