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Gemeinsam essen

Futter fassen war gestern.

Sich zu einem feinen Abendessen in einem Restaurant zu verabreden, gilt für viele als besonders schöne Art, den Feierabend zu verbringen. Dass ein gemeinsames Essen zu Hause im Rahmen der Familie auch ganz wundervolle Seiten birgt, wird allzu oft vergessen. Klar, eine Mahlzeit zuzubereiten kostet viel Zeit und Energie, nährt aber – richtig umgesetzt – auch die Familienbande. Gemeinsam ist dabei das Schlagwort: vorbereiten, essen und wegräumen. Eine gemeinsame Mahlzeit, egal zu welcher Tageszeit, bietet für Eltern und Kinder, für die Fixpunkte im Alltag besonders wichtig sind, die Möglichkeit, sich auszutauschen und die anderen an ihren Erlebnissen des Tages teilhaben zu lassen.

Fixe Aufgabenverteilung
Dass ein gelungenes Miteinander nach einigen wenigen Regeln verlangt, dürfte klar sein. Einkaufen, kochen, Tisch decken, abräumen und abwaschen: Eine fixe Aufgabenverteilung auch auf die Kinder hilft einerseits Stress zu vermeiden, andererseits lernt der Nachwuchs so fürs Leben. Dabei darf man den Kleinsten bereits sehr früh eigene Aufgaben zutrauen: Den eigenen Teller abzuräumen oder andere Kleinigkeiten zu erledigen, schaffen auch schon Vierjährige. Mit dem Alter sollten die Pflichten wachsen.

Regeln
Auch direkt bei Tisch gilt es, einige grundlegende Manieren zu beachten. Pünktlich zu erscheinen zählt dazu ebenso wie sich die Hände vor dem Essen zu waschen. Rituale helfen, wenn es gerade kleineren Kindern oft schwerfällt zu warten, bis alle am Tisch sitzen. So könnte etwa mit dem Entzünden einer Kerze der Startschuss zum Essen fallen. Lassen Sie ruhig Ihr Kind diese Aufgabe übernehmen und es wird sich leichter in Geduld üben.

Jugendliche (und auch Erwachsene) hingegen haben wieder mit anderen Problemen zu kämpfen. Klingelnde Telefone und eingehende SMS sollten in der kurzen Zeit des gemeinsamen Essens definitiv tabu sein, ebenso wie ein laufender Fernseher oder die noch nicht gelesene Tageszeitung. Eltern müssen ihrem Nachwuchs in dieser Hinsicht ein Vorbild sein, denn etwas zu verbieten, das man selber tut, wird schwer zu begründen sein.

Vom Essen aufstehen, wieder hinsetzen, einen Happen nehmen und dauernd herumzappeln – viele Kinder schaffen es nicht, eine Mahlzeit in einem Durchgang zu erledigen.

 

Unser Tipp: Zeigen Sie Konsequenz und setzen Sie ein Aufstehen mit dem Essensende gleich. Wenn das Kind hungrig bleibt, wird es Ihnen das „Spielchen“ beim nächsten Mal im besten Fall ersparen.